Riemer Pferdesportfest 2017 – so war’s …

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Fotos: Carolina Lauer Fotografie

 

„Unser Konzept geht auf“ 

München-Riem  Führzügel Cross Country, Kombinierter Wettbewerb und Caprilli-Prüfungen: Beim Pferdesportfest auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem war am 24. Juni viel Spaß im Sattel angesagt.

Von Martina Scheibenpflug

Zwar waren die Nennungszahlen mit knapp 90 Pferden und 165 Starts nicht ganz so hoch wie im Vorjahr, doch Karin Baumann war absolut zufrieden. „Mehr hätten wir gar nicht gebraucht, die zehn Prüfungen sind von neun Uhr bis 17 Uhr auf drei Plätzen gleichzeitig gelaufen“, so die engagierte Turnierleiterin, die gemeinsam mit Dieter Rügemer die Organisation übernommen hatte. Und so erwies sich die Veranstaltung, die der Bayerische Reit- und Fahrverband gemeinsam mit der Reitakademie München ausrichtete, wieder einmal als Volltreffer.

Schon die Ausschreibung beim Riemer Pferdesportfest ließ ganz klar erkennen: Hier sind nicht die Reiter auf S-Niveau die Zielgruppe. Auf dem Programm standen Basisprüfungen wie ein Cross Country Führzügel-Wettbewerb, Einfache Reiterwettbewerbe sowie Caprilli Prüfungen und sogar ein Vielseitigkeitswettbewerb, der besonders viele Starter anlockte, die sich in Dressur, Springen und im Gelände messen wollten. Wie bereits in den Vorjahren hatte der Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, Hans-Peter Schmidt, die Schirmherrschaft übernommen und dokumentierte damit einmal mehr die Bedeutung des Turniers.

Petra Loser sammelt 200 Ehrenpreise

„Unser Konzept geht auf“, stellte Dieter Rügemer, zufrieden fest. „Wir wollen junge Leute für den Pferdesport motivieren, sie sollen Freude an unserem Hobby haben“, so der Vorsitzende des Ausschusses Allgemeiner Pferdesport im Bayerischen Reit- und Fahrverband. Zwar klage der Verband stets wegen sinkender Mitgliederzahlen, doch gleichzeitig werde der Einstieg in den Turniersport den Jugendlichen nicht gerade leicht gemacht. „Die Starts bei Wettbewerben, wie wir sie hier ausschreiben, sind ein Weg, an der Basis zu arbeiten“, ist sich der Turnierleiter sicher. Schließlich wolle so gut wie jedes Mädchen gerne reiten. „Das ist die Hälfte der jungen Bevölkerung und damit ein riesengroßes Reservoir, das es gilt, auszuschöpfen und für die Zukunft zu nutzen.“

Dafür sorgten nicht zuletzt viele helfende Hände, die gerne ihren Samstag opferten, um Jung und Alt einen gelungenen Turniertag zu bereiten. „Wir haben ein tolles Team, das sich sehr engagiert, da packen zahllose Leute mit an“, freute sich Karin Baumann, die vor allem Petra Loser für die Beschaffung der über 200 Ehrenpreise dankbar war. „Viele Sponsoren wollen lieber die Reiter fördern und erfreuen, die erst in diesen Sport einsteigen und versorgen uns deshalb mit tollen Preisen. Die sind dann mit ganz viel Herzblut dabei, kommen selbst zum Zuschauen und zaubern mitunter ganz spontan noch wunderschöne Ehrenpreise aus dem Kofferraum.“

Und so schafften es Karin Baumann und ihre Mannschaft auch in diesem Jahr wieder, dass kein Teilnehmer ohne Ehrenpreis nach Hause fahren musste. „Vor allem für die Kinder ist das immer eine große Freude, das sind Reiter, die sich ausgesprochen liebevoll um ihre Pferde und Ponys kümmern“, lobte die Turnierleiterin, die zudem auch ihren Mann Rolf Braem-Baumann, Fachberater beim Landesverband Bayerischer Pferdezüchter, bewunderte: „Er stand den ganzen Tag am Springplatz und nahm mit komödiantischem Geschick den jüngsten Startern die Nervosität.“